Der Frappant e.V. lädt zum Tag des Offenen Denkmals ein.
Rahmenprogramm
Kaffee und Kuchen, Kunstausstellung
Führungen
Samstag 8. September + Sonntag 9. September | 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr
Offene Ateliers
Sonntag 9. September | 12:00 – 18:00 Uhr
Adresse
Zeiseweg 9/ Ecke Bodenstedtstr. 16 (Zugang über Hof/ Bodenstedtstr.)
→ Das gesamte Programm zum Denkmaltag
→ Homepage zum Tag des offenen Denkmals


Guten Tag. Ich war heute kurz auf dem Mädel-Flohmarkt. Ich bin gebürtige Bürgerin aus Altona und ich habe dieses Gebäude bisher weiträumig umgangen. Eurem Historiker ist entgangen, dass dieses Gebäude zwischen 1932 bis 1945 die Polizeikaseren war. Hier wurden Andersdenkende gefangen gehalten und gefoltert. Meine Großväter “Ulrich Jeß und Fritz Schwemer” haben am Altonarer Blutsonntag teilgenommen. Bis heute wird nicht erwähnt, dass die Polizei die ganze Nacht im “roten Altona” Verhaftungen vorgenommen hat. Die Gefangenen wurden alle in der Viktoria Kaseren gefangen gehalten und gefoltert! Dies blieb so bis 1945. Vielleicht baut eurer Historiker diese Wahrheit in seinem Vortrag ein. Für den Fall, dass eure Bewohner/-innen Beklemmungen in der Viktoria-Kaseren bekommen, könnte dies daran liegen, dass die Taten in diesem Gebäude ungesühnt sind. Ich hoffe, dass Ihr den Opfern des Nazi-Terrors ein Kustobjekt setzt. ich habe mich heute nicht überwinden können, die Kaserne zu betreten. Euch alles Gute und kein Vergessen!
http://de.wikipedia.org/wiki/Altonaer_Blutsonntag für den Blutsonntag in Altona und ein bißchen hier: http://einestages.spiegel.de/s/ab/25187/altonaer-blutsonntag-1932-massaker-unter-zivilisten.html. Dieser Sonntag war der Startschuß für die Verfolgung aller Andersdenkenden in Hamburg. Und bis heute wird nirgendwo erwähnt, dass die gefangenen Bürger am Abend in der Polizeikaserne gefoltert wurden.
Ich muss das jetzt schreiben.
Beate Schwartau