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UNTIEF – MARLET HECKHOFF, SILVIA VON POCK und MARTIN DORSCH

Bildschirmfoto 2016-04-09 um 16.29.52

Die Arbeiten von MARLET HECKHOFF, SILVIA VON POCK und MARTIN DORSCH loten den Zweifel aus und stellen die Fähigkeit zu sehen auf die Probe. Schon wenige Zentimeter unterhalb des Alltäglichen beginnt bei ihnen die undeutliche Wahrnehmungszone, die sonst der Tiefe vorbehalten ist.
Auf der Suche nach dem Ursprung der Bilder, den Fakten unseres So-Seins, verwirbeln sie vermeintlich vertraute Eindrücke ins nahezu Rausch- oder Bruchstückhafte, lassen den Betrachter in allgemein für sicher erklärten Arealen des Banalen, Profanen, Gewöhnlichen auflaufen.
HECKHOFF, VON POCK und DORSCH stellen in ihren „paradoxe perspectives“ die Frage nach den Zielen der Primärproduktion des Künstlers, aus einer fragilen Position des Ungefähren, gewissermaßen im landfernen Bereich.

Es sind Industrielandschaften, Ölbohrinseln, Baustellen und Jahrmarkts-Fahrgeschäfte, die MARLET HECKHOFF zu ihren Bildern anregen. Darin vermittelt sie einen technokratischen Blick auf die Welt, doch im Gegensatz zu einer Konstruktionsanleitung bleibt immer nur ein Teil des Gerüsts sichtbar. Der graphischen Strenge der Bilder wird durch Mittel der Malerei die Schärfe genommen und ihr Detailreichtum teilweise von weichen, malerischen Formen überlagert. So sind eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten denkbar, und der Betrachter ist nicht an eine von ihr festgelegte Bedeutung gebunden.

SILVIA VON POCK lässt in ihren selbst-vertieften Objektassemblagen, aus denen der Fluchtpunkt zugunsten der Bedeutungsperspektive verbannt wurde, die Bildflächen fluktuieren. Bei ihren Versuchen über unscharfe
Wahrnehmung wird der Betrachter schmerzlich sprunghaft in den Bildraum eingesogen und wieder herausgeschleudert. Dies entspricht ihrer Arbeitsweise, das Ausgangsmaterial in Stücke zu zerbrechen, zusammenzufügen, zu schmelzen, zusammenzufügen, zurechtschneiden und zusammenzukleben, zu zerbrechen und immer so fort.

MARTIN DORSCH hinterfragt in seinen impressionistisch anmutenden Wood-Pixel-Porträts/Landschaftsbildern die klassische Malerei mittels Verlust und Auslöschung des Individuellen. Der gewohnte Effekt, sich etwas zu
nähern, um es besser sehen zu können, funktioniert in Dorschs Arbeiten nicht. Erst aus der Ferne wird das Abgebildete deutlich

Eröffnung 15.April 19 Uhr

Ausstellung 16.4. – 24.4.2016

Öffnungszeiten: samstags und sonntags 14–19 Uhr

Frappant Galerie
Zeiseweg 9
Viktoria-Kaserne
22765 Hamburg

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