Das Netz ist keine Hängematte

Birgit Brandis, Renata Palekcic, Daniela Wesenberg

Galerie

Das Netz ist keine Hängematte
Malerei, Zeichnung, Installation, Skulptur
Eine Ausstellung mit Birgit Brandis, Renata Palekcic, Daniela Wesenberg

Eröffnung: Freitag, 24. Juli 2026 um 19 Uhr
Einführung von Ursula Panhans-Bühler

Ausstellung: 25. Juli – 2. August 2026
Geöffnet: Samstag/Sonntag von 15–19 Uhr und
Donnerstag, 30. Juli 2026, von 17-20 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Finissage: Sonntag, 2. August, ab 15 Uhr
17:30 Uhr Lecture Performance von Marie-Alice Schultz


Das Netz ist keine Hängematte

Als Gebilde aus Fäden, Bändern, Drähten oder Seilen lebt das Netz durch die spezielle Art der Verbindungspunkte, die über seine gesamte Struktur verteilt sind. Diese Verbindungen machen es flexibel, dehnbar, beweglich. So kann es sich aus einem flächigen Gebilde zu einem dreidimensionalen ausdehnen oder verformen. Es wird so zu einer Zeichnung im Raum.
In der Natur wurde es auf unübertroffene Weise von Spinnentieren entwickelt und später vom Menschen nachgeahmt. Es wird für Beutefänge, Gütertransporte,  Ab- oder Eingrenzungen eingesetzt oder auch für den Transport von Informationen.
Ein Netz kann lebensrettend und einschnürend bewahrend oder bedrohlich sein.
Die einzelne Verknüpfung ist nichts ohne das grosse Ganze. Sie ist nur eine Masche.
Erst durch die Interaktion der einzelnen Teile wird das System zu einem funktionierenden Konstrukt. 
Das Prinzip ist einfach: Zug und Gegenzug halten die Struktur elastisch und belastbar.
 
Wer ins Netz geht, kennt sich am Ende selbst nicht mehr.
Das Netz zwingt zur Selbstuntersuchung der eigenen Masche.
Das Netz zwingt zur Neuverknüpfung.
Das Netzt ist keine Hängematte.
 
Aus: ZWISCHEN FELS UND WOLKE von Marie-Alice Schultz 2025